Das letzte Kita-Jahr
Die Vorbereitung auf den Übergang Kita Schule beginnt bereits mit der Aufnahme in die Kindertagesstätte. Dabei ist das einzelne Kind von Anfang an im Blick, es wird begleitet und gezielt in seiner Entwicklung unterstützt.
In dieser ganzen Zeit gibt es für das Kind vielfältige Möglichkeiten, Erfahrungen mit neuen Menschen und Situationen zu sammeln, Selbstvertrauen zu erwerben, eigene Fähigkeiten auszubauen, sich zu entfalten sowie Zusammenhänge und Regeln kennenzulernen und zu verstehen.
Abenteuerland
Das Abenteuerland ist die Stammgruppe der Kinder, die sich im letzten Kita-Jahr befinden. Sie wechseln nach der Sommerschließzeit aus ihren bisherigen Stammgruppen in das Abenteuerland und bilden dort eine neue Gruppe unter Gleichaltrigen.
Die Raumgestaltung, die verfügbaren Materialien und Spiele richten sich überwiegend an Kinder im Vorschulalter, da sie vermehrt das Spiel, die Kommunikation und die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen suchen.
Zusätzlich haben die Kinder im Abenteuerland die Möglichkeit, in Kleingruppen das Außengelände, inkl. eines kleinen Extra-Bereichs, den Turnraum sowie ein ans Abenteuerland angrenzenden Nebenraum in Absprache auch ohne Begleitung einer Erzieherin/ eines Erziehers zu nutzen.
Gezielte Angebote, das Besprechen von Themen oder auch Spiele, finden in der Regel am Vormittag im gemeinsamen Morgenkreis statt. So soll sichergestellt werden, dass die Kinder ausreichend Zeit für Selbstbestimmung ihres Kita-Alltags mit Freispiel, Wechsel der Räume und offenen Angebote haben und den Kontakt zu allen weiteren Kindern und ErzieherInnen halten können.
Den vielleicht wichtigsten Schwerpunkt in der pädagogischen Arbeit im Abenteuerland stellt das Erlernen von Selbstständigkeit und Selbstorganisation dar. So stellt das Führen eines Mäppchens mit Eigentumsfach einen klaren Vorgriff auf die Schule dar. Die Nutzung der zusätzlichen Räume erfordert mehr Übersicht und Absprache der Kinder, sowie die klare Vereinbarung, sich an Regeln zu halten und verantwortungsbewusst zu Handeln.
Die Angebote und Themen orientieren sich am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP), bauen inhaltlich aufeinander auf und lassen sich über das Jahr verteilt in drei Phasen aufteilen:
Phase 1: Das bin ich, im Zeitraum von Sommer bis Herbst
Phase 2: Das kann ich schon, im Zeitraum von Herbst bis Winter
Phase 3: Vom Ich zum Wir, im Zeitraum von Winter bis Sommer
Die dritte Phase soll nochmal mehr die sozial-emotionalen Kompetenzen und die Fähigkeit zur Selbstregulation des Kindes fördern und weiter stärken.
Phase eins und zwei stärken die sprachlichen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten sowie die selbstständige Lebenskompetenz.
In der Schule warten ein neues, fremdes Umfeld, weitere Sozialkontakte, eine andere Erwartungshaltung sowie eine neue Rolle auf das Kind.